Die Burgruine Flossenbürg

Hoch droben, auf dem Schlossberg über Flossenbürg thront die Burg Flossenbürg. Entstanden ist Sie um 1100 und wurde auf der Spitze eines ehemaligen Vulkans errichtet. Sie ist nicht nur das Wahrzeichen von Flossenbürg, sondern auch das Wahrzeichen des Oberpfälzer Waldes. Die Burgruine ist jederzeit frei zugänglich. Der Aufstieg nimmt ca. 10 bis 15 Minuten in Anspruch. 

 

Die Geschichte der Burg

Die Burg hatte mehr als nur eine Funktion. Zunächst einmal stellte sie ein Bollwerk gegen Angriffe aus Richtung Osten dar. Als gräfliche Grenzburg oblag ihr genauso die Sicherung wichtiger Verkehrswege. 

Siebzehn mal wechselte Sie im Laufe der Jahrhunderte den Besitzer. Der wohl bekannteste Besitzer war Kaiser Friedrich Barbarossa. Er erwarb die Anlage im Jahr 1188. Ob der Kaiser mit dem roten Bart allerdings persönlich in Flossenbürg weilte, kann bis heute nur vermutet werden.

Der Dreißigjährige Krieg (1618 bis 1648) brachte Verwüstungen und Plünderungen mit sich. Die Burg sollte hierbei als Zufluchtsstätte für die Bevölkerung dienen. Allerdings versteckte man sich lieber in den Wäldern, als auf den fragwürdigen Schutz einer Handvoll Soldaten zu bauen.

1634 begann für die Burg der Anfang vom Ende. Einquartierte Dragoner steckten sie im Sommer bei ihrem Abzug in Brand.

Der Zahn der Zeit begann an den Mauern zu nagen und die Granitblöcke wurden als billiges Baumaterial von der Bevölkerung abgetragen. Sie dienten nicht nur als Material für die örtlichen Häuser, selbst der Turm der Michaelskirche in Weiden in der Oberpfalz wurde mit Granit von der Burg erbaut. Herabstürzendes Gestein, Geröll und Erde ließen die ehemals mächtige Anlage immer mehr verschwinden.

 

Die Wiederentdeckung

Anfang der achtziger Jahre erwachte das Gemäuer aber wieder zu neuem Leben. Aufwendige Ausgrabungen und Restaurierungen brachten ungezählte Details ans Tageslicht. Das reicht von Mauerfundamenten über Fußbodenbeläge, Tür- und Fenstergewände bis hin zu regelrechten "Sensationen". Dazu zählten beispielsweise ein Kellergewölbe, Fragmente eines Backofens, eine Brunnenanlage oder das dritte Eingangstor.

Trotz allen Grabungsaufwandes, einige Geheimnisse ließ sich die Hohenstaufenfeste nicht entlocken. Nach wie vor unentdeckt blieben zwei sagenumwobene Geheimgänge. Angeblich sollen sie vom Schloßberg aus zu den benachbarten Burgen am "Haselstein" und am "Schellenberg" geführt haben. Wobei in dem Zusammenhang aber die Phantasie wohl eine größere Rolle spielt als die Realität. Solche Verbindungen, noch dazu über so lange Strecken, ließen sich selbst heute und mit modernster Technik nur schwerlich anlegen.

 

Die weiße Frau

Ganz eindeutig in das Reich der Sagen gehört die Geschichte vom verborgenen Schatz. Eine weiße Frau wartet darauf, dass jemand die schwere Truhe hebt und sie damit erlöst. Allerdings darf bei dem Unterfangen kein Wort gesprochen werden. Einmal war es fast so weit. Ein Schatzsucher wollte die Kiste mitnehmen. "Die soll der Teufel heben", entfuhr es ihm, als ihm der Versuch wegen des enormen Gewichts misslang. Seitdem wartet die weiße Frau auf weitere Schatzsucher - bislang allerdings vergebens.

 

Das Burg- und Steinhauermuseum

Im Burg- und Steinhauermuseum wird Geschichte lebendig. Egal ob Sie mehr über die Burg und Ihre Geschichte, oder den Granit und seine Entstehung erfahren möchten. Hier wird jeder fündig. Das Museum befindet sich in der Silberhüttenstraße. Führungen organisiert das Tourismusbüro der Gemeinde.